Erfunden wurde der der Gilchrist-Verband vor über 100 Jahren vom amerikanischen Hautarzt Thomas C. Gilchrist. Anlegen kann man diesen Stützverband nach Verletzungen oder Operationen, um Schulter und Arm in einer bestimmten Stellung ruhig zu stellen (Immobilisation) und gleichzeitig zu stützen.

Dabei liegt der Oberarm der verletzten Seite seitlich eng am Oberkörper an, der Ellbogen ist im rechten Winkel gebeugt und der Unterarm liegt vorne am Bauch auf.

Ist der Gilchrist-Verband fertig angelegt, wird die Last des Armes von einer Schlaufe gehalten, die um den Hals des Patienten hängt. Der verletzte Arm ist im Bereich des Handgelenks und des Ellbogens aufgehängt.

Ein Gilchrist-Verband wird häufig nach folgenden Verletzungen angelegt:

  • Ausrenkung der Schulter (Schulterluxation)
  • Bruch des Oberarmknochens in der Nähe der Schulter (proximale Humerusfraktur bzw. Humeruskopffraktur)
  • Bruch des Schlüsselbeins im äußeren Bereich (laterale Claviculafraktur)
  • Verletzung des Schultereckgelenks (AC-Luxation)

Wie lange ein Gilchrist-Verband getragen werden muss, hängt von der Art der Verletzung oder der vorangegangenen Operation ab. Die Tragedauer beträgt meist zwei bis sechs Wochen mit anschließender gezielter Wiederherstellung der Beweglichkeit durch Physiotherapie.

Mehr zum Thema Schulter erfahren Sie hier.

Im Bild: Medizinstudentin Aurelia P. und Dr. Robert Barbetta nehmen das Kniegelenk unter die Lupe

 

Die Dolomiti Sportclinic legt großen Wert darauf junge MedizinstudentInnen bei deren Aus- und Weiterbildung zur Seite zu stehen und Einblick in den Alltag der Klinik zu gewähren.

Besonders gefreut hat es uns diesen Winter für einige Wochen eine junge Studentin aus Deutschland bei uns im Team zu haben. Sie konnte unseren Ärzten in den verschiedenen Abteilungen zur Seite stehen. Folgend eine kurze Schilderung der persönlichen Eindrücke von Frau Aurelia P.:

„Im Rahmen meines Medizinstudiums habe ich im März einen Teil des Praktischen Jahres hier an der Dolomiti Sportclinic absolviert. Sowohl die Patientenbetreuung in der Ambulanz, als auch die Arbeit im OP haben mir sehr gut gefallen und ich konnte für die kurze Zeit viel lernen! Da die Skisaison bereits am Abklingen war, gab es immer genug Zeit, um mir Dinge erklären zu lassen und selbst Hand anzulegen. Der Praktische Teil machte dabei natürlich am meisten Spaß. Bereits am ersten Tag hat mich das gesamte Team so herzlich aufgenommen, dass ich immer das Gefühl hatte ein Teil der Sportclinic zu sein. Auch wenn ich hoffe von etwaigen Skiunfällen verschont zu bleiben, würde ich mich auch als Patientin bestens aufgehoben fühlen, nicht zuletzt, weil sich für die individuellen Bedürfnisse jeder/s Einzelnen immer ausreichend Zeit genommen wurde. Gerne wäre ich noch länger geblieben und sollte ich in nächster Zeit die Gelegenheit haben vorbei zu kommen, sei es nur zum Kaffee trinken oder vielleicht schon als Ärztin, würde mich das sehr freuen.“

In den neuen und großen Räumlichkeiten stehen unseren Patienten Spezialisten aus verschiedenen Bereichen der Orthopädie und Sporttraumatologie bereit. Ob für eine geplante Visite oder ohne Termin aufgrund einer frischen Verletzung, dank der kompletten Diagnostik vor Ort mit Röntgen, Magnetresonanz und Sonographie bieten wir eine sofortige und ganzheitliche Behandlung an.

Das Ganze runden unsere Physiotherapeuten mit manueller Therapie und Rehabilitation ab. Dafür stehen zusätzlich zu den Ambulatorien eine mit den neusten Gerätschaften ausgestattete Turnhalle zur Verfügung.

Dolomiti Sportclinic – NEUE LOCATION in Bozen in der Innsbruckerstr. 23

An der Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Krankheit leiden Menschen in der ganzen Welt. Wir sind froh endlich den Impfstoff dagegen erhalten zu haben.
Auch bei uns lassen sich die Mitarbeiter gegen SARS-CoV-2 impfen um sich selbst, deren Umfeld, Familie und Freunde und vor allem unsere Patienten zu schützen.

Für alle, die eine genauere Erklärung zum Thema COVID-19 Impfstoffe wünschen, können wir folgendes Video empfehlen. Hier wird auf verständliche Weise alles Wissenswerte erklärt.

Unter den Ärzten der Dolomiti Sportclinic sind mehrere Spezialisten der Erkrankungen der Wirbelsäule. Diese können degenerative Wirbelsäulenveränderungen und akute Bandscheibenerkrankungen frühzeitig diagnostizieren und schonend behandeln.

Dazu gehören unter anderem die Stabilisierung der Wirbelsäule mittels Lumbalmieder und Injektionen in den betroffenen Stellen.

Bei Letzterem wird nach erfolgter genauer Diagnose unter Durchleuchtung eine Spritze eingeführt. Diese wird mit einer Kombination aus Schmerzmittel und Kortison gefüllt, sodass die Therapie direkt an der richtigen Stelle wirkt.

Der Patient bleibt im Anschluss noch einige Minuten unter ärztlicher Aufsicht und darf die Klinik nur in Begleitung einer Vertrauensperson verlassen.

Unter Verbandswechsel versteht man den Wechsel von Wundauflagen oder Verbänden, mit denen eine Wunde versorgt wird. Sie ist primär eine ärztliche Tätigkeit, die in einem Krankenhaus oder in Facharztpraxen durch die Delegation an Krankenpfleger oder Krankenpflegerinnen durchgeführt wird. Der Verbandswechsel dient zur Beurteilung des Heilungsprozesses, rechtzeitige Entdeckung von Heilungsstörungen und zur Wundhygiene durch Erneuerung von verschmutzter und mit Sekret durchtränkter Verbandsmaterialien. Man unterscheidet zwischen aseptischen und septischen Verbandswechsel.

Die Häufigkeit des Verbandwechsels ist eine ärztliche Entscheidung. In der Regel erfolgt der erste Verbandswechsel am Tag nach der Operation, anschließend an Tag 5 und als letztes an Tag 14 mit der Naht- oder Klammerentfernung, früher wenn der Verband durchgeblutet ist oder Zeichen einer Infektion (Rötung, Schmerzen, Schwellung oder Erwärmung) auftreten. Das gleiche gilt, sollte der Verband durchfeuchtet oder verschmutzt sein.

Auf Krücken verlässt Dominik Paris am 24.01.2020 die Dolomiti Sportclinic in St. Ulrich. Der Skirennläufer hat sich am 21.01. bei einem Trainingssturz in der Nähe von Kitzbühel das Kreuzband gerissen. Nach den entsprechenden Untersuchungen und Abwägung aller Möglichkeiten hat er sich dazu entschieden am darauffolgenden Tag in der Dolomiti Sportclinic von seinem Vertrauensarzt Dr. Arnold Gurndin operiert zu werden.
Nach erfolgter Operation blickt Domme optimistisch und voller Zuversicht nach vorne. Er werde einen Schritt nach dem anderen tun. Erstmals steht eine Ruhephase an, dann wird er schrittweise mit der Reha und dem entsprechenden Training anfangen. Jetzt habe er zum ersten Mal nach vielen Jahren Zeit, die er mit der Familie verbringen kann. Er bedankt sich auch für die vielen Nachrichten, die er von Athleten und Mannschaftskollegen erhalten hat. Das habe ihm Freude bereitet.
Der Chirurg Dr. Arnold Gurndin sagt die Operation sei sehr gut verlaufen. Dominik hatte das Glück im Unglück lediglich einen Kreuzbandriss erlitten zu haben. Knorpel und Meniskus seien intakt und das Gelenk funktioniere einwandfrei. Somit stehen die Chancen sehr gut wieder dorthin zu kommen, wo er war.

 

Im Bild von links nach rechts: Sanitätsdirektor Dr. Arnold Gurndin, Dominik Paris, Verwaltungsdirektor Dr. Anton Gurndin

Am 17. Dezember 2019 wurde in Tesero im Fleimstal die Einweihung der neuen Dolomiten Trauma Clinic gefeiert. Viele Menschen aus der Umgebung nutzten die Gelegenheit um die neue Einrichtung zu besichtigen. Der Priester Don Massimiliano gab den Segen, bevor Massimo Ruffinella von der Trauma Medical Clinic, Anton Gurndin von der Dolomiti Sportclinic und Markus Hager von der Brixsana die anwesenden Gäste begrüßten. Es konnten alle Räume, einschließlich des Röntgenraums und des MRT-Raums besichtigt werden. Erich vom Eggerhof versorgte die Gäste mit exzellenten Pastagerichten. Es mangelte auch nicht an Getränken, um auf die neue Struktur anzustoßen, die den verletzten Patienten aus dem Fleimstal und Umgebung eine professionelle und unmittelbare medizinische Versorgung gewährleistet.

So schildert die Oberschülerin Linda ihr Schulpraktikum, den sie in der Zeit vom 25. November 2019 bis zum 06. Dezember 2019 in der Dolomiti Sportclinic in Gröden absolviert hat:

„Voller Freude und Erwartungen startete ich in den ersten Tag der zwei Praktikumswochen. Bereits nach kurzer Zeit fühlte ich mich unglaublich wohl, da ich sowohl von meiner Praktikumsbetreuerin, als auch von den übrigen Mitarbeitern/Innen freundlichst empfangen wurde. Im Laufe der zwei Wochen konnte ich mir einen Einblick in das Berufsleben der Krankenpfleger/Innen, Röntgentechniker, Sekretärinnen und Ärzte verschaffen. Ich wurde überall mit einbezogen, mir wurde alles so gut es ging erklärt und es war mir jeder Zeit erlaubt Fragen zu stellen. Für mich war es vor allem spannend, einen Einblick „hinter die Kulissen“ eines Krankenhauses bzw. einer Klinik zu bekommen.
Mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen, die mir sicherlich bei der Berufswahl behilflich sein können, habe ich die Dolomiti Sportclinic verlassen. Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit nochmals ganz herzlich bei allen Mitarbeitern der DSC für diese schöne und spannende Zeit bedanken.“

Die Computertomographie (CT) ist eine radiologische Methode, die wie bei Röntgenaufnahmen mit Röntgenstrahlen arbeitet. Dank der Verwendung spezieller Computerprogramme ist es möglich, 3D-Bilder des menschlichen Körpers zu rekonstruieren. Diese erlauben es eine präzise Diagnose zu erstellen und sind eine große Hilfe bei der chirurgischen Behandlung komplexer Frakturen.

Das obige Bild wurde aus einer 3D-Rekonstruktion eines CT-Scans der Tibia extrahiert, bei der die Fraktur deutlich sichtbar ist.

 

Das CT-Gerät

So verhaltet ihr euch richtig und vermeidet Komplikationen:

  • verletzte Extremität hochlagern
  • Finger und freie Gelenke regelmäßig bewegen
  • Anstoßen, Stauchen und Hängenbleiben trotz Gipsschiene oder Orthese vermeiden
  • die Gipsschiene möglichst nicht selbst verändern oder entfernen, eventuelle Druckstellen dem Arzt zeigen
  • für die Orthese ärztliche Angaben für Tragedauer und Entfernung befolgen
  • Gips/Orthese nicht nass oder schmutzig machen
  • wo keine Gipsschale ist, soll Eis aufgelegt werden

Für die Verletzungen an den unteren Extremitäten ist es wichtig die ärztliche Verschreibung der Thromboseprophylaxe zu beachten.

 

Bei nicht korrektem Verhalten können folgende Komplikationen auftreten:

  • akuter Schmerz
  • Ameisenkribbeln oder Lähmung
  • Brennen oder Rötung
  • Bewegungsverlust der freigelassenen Abschnitte

Sollte eines dieser Warnsignale erscheinen, wendet euch bitte umgehend an die Dolomiti Sportclinic oder an das nächstgelegene Krankenhaus.

 

Während des gesamten Jahres liegt unser Fokus auf das Wohlergehen des Patienten. Ein Mal im Jahr geht es lediglich ums Vergnügen; beim alljährlichen Betriebsausflug lassen wir uns immer etwas ganz besonderes einfallen. Dieses Jahr ging die Reise Richtung Gardasee, wobei als Highlight das Paint Ball-Spielen stand. In 4 Gruppen traten wir gegeneinander an; Geschicklichkeit, Strategie, Treffsicherheit, Teamgeist und Schnelligkeit waren gefragt. Krönender Abschluss war ein Abendessen auf einem Hügel oberhalb des Gardasees mit toller Aussicht und leckeren Fischgerichten. Als Rahmenprogramm stand noch ein Gruppenquiz mit spannenden und lustigen Fragen über die Dolomiti Sportclinic an.

Die Brennercom Sailing Week in Kroatien findet dieses Jahr vom 4. bis zum 11. Mai 2019 statt. 20 motivierte Teams stellen sich der Herausforderung, darunter erstmals auch ein von der Dolomiti Sportclinic gesponsertes Team. Wir wünschen unseren Jungs viel Erfolg und viel Spaß bei den bevorstehenden Rennen.